Konfliktforschung: Identität und Abgrenzung

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Konfliktforschung: Identität und Abgrenzung
Konfliktforschung: Identität und Abgrenzung
 
Sind wir dazu verurteilt, im neuen Jahrhundert wieder Konflikte zwischen Nationen und Kulturen in neuen Formen auszutragen? Eine wichtige Voraussetzung, um diesen scheinbaren Automatismus der Geschichte zu durchbrechen und f√ľr den ¬ĽWind der Ver√§nderung¬ę zu sorgen, ist es, die f√ľr die Herausbildung von Identit√§ten so wichtigen Definitions- und Abgrenzungsprozesse nicht den Charakter totaler und unvers√∂hnlicher Feindschaft annehmen zu lassen. Dies gelingt, wenn wir die Mechanismen verstehen lernen, die hinter Identifizierung und Gemeinschaftsbildung stehen. Verdecktes wird durchschaubar, die Prozesse des kollektiven Unbewussten werden bewusst, wo ¬ĽEs¬ę ist, soll ¬ĽIch¬ę werden, wie der Vater der Psychoanalyse Sigmund Freud gesagt hat. Zu dieser Bewusstwerdung der eigenen Abgrenzung vom Anderen geh√∂rt aber auch eine geistige Gratwanderung zwischen Wissen und Nichtwissen, zwischen Aufkl√§rung und R√ľcksicht. Erst wenn das Andere oder der Andere nicht als etwas schlechthin Feindliches gesehen, sondern als ein Fremdes respektiert und ihm sein Geheimnis gelassen wird, ist ein Nebeneinander auch zwischen Nationen, Kulturen und Religionen im kommenden Jahrtausend m√∂glich.
 
 Alter Nationalismus, neue Fronten
 
Das Ende des 20. Jahrhunderts scheint von Aufbruchstimmung und Resignation zugleich gekennzeichnet zu sein. Der Zerfall der bisherigen Bl√∂cke Ost und West brachte politisches, wirtschaftliches und soziales Tauwetter mit sich, auf das aber schon bald die Ern√ľchterung folgte. Neben alten und neuen nationalistischen Bewegungen bieten sich auch kulturelle und religi√∂se Identifikationsmuster an, die f√ľr neue Konflikte sorgen.
 
Die Katastrophe des Jahrhunderts
 
Nach Settembrinis Anordnung und Darstellung lagen zwei Prinzipien im Kampf um die Welt: Die Macht und das Recht, die Tyrannei und die Freiheit, der Aberglaube und das Wissen, das Prinzip des Beharrens und dasjenige der g√§renden Bewegung, des Fortschritts. Man konnte das eine das asiatische Prinzip, das andere aber das europ√§ische nennen, denn Europa war das Land der Rebellion, der Kritik und der umgestaltenden T√§tigkeit, w√§hrend der √∂stliche Erdteil die Unbeweglichkeit, die unt√§tige Ruhe verk√∂rperte. Kein Zweifel, welcher der beiden M√§chte endlich der Sieg zufallen w√ľrde, ‚ÄĒ es war die der Aufkl√§rung, der vernunftgem√§√üen Vervollkommnung.¬ę
 
Mit diesen Worten res√ľmiert Thomas Mann im ¬ĽZauberberg¬ę, in der literarischen Brechung mittels der Figur des schon etwas altmodisch gewordenen italienischen Humanisten Settembrini, wesentliche Vorstellungen der europ√§ischen Moderne des 19. Jahrhunderts. Er siedelt sie an im Milieu des fr√ľhen 20. Jahrhunderts, in einem Davoser Lungensanatorium, in dem das europ√§ische Nebeneinander der Nationen noch einmal repr√§sentiert ist, bevor es in der ¬Ľgro√üen Gereiztheit¬ę, scheinbar unerkl√§rlich zerbricht und sich der Held des Romans, Hans Castorp, in den Schlachtfeldern des Ersten Weltkriegs verliert. So m√ľndet die pr√§zis-poetische Beschreibung der europ√§ischen Mentalit√§t und Konstellation zu Beginn des 20. Jahrhunderts in den Blick auf die ¬ĽMutterkatastrophe¬ę eben dieses Jahrhunderts. Wie der britische Kriegshistoriker John Keegan deutlich gmacht hat, haben die spezifischen Verwirrungen unseres Jahrhunderts, Faschismus und Bolschewismus, nicht zuletzt in dieser Katastrophe ihre Wurzeln. Unschwer lie√üe sich Settembrinis Dialektik um Begriffspaare wie Liberalismus und Totalitarismus, Recht und Terror, West und Ost erweitern ‚ÄĒ die im ¬ĽZauberberg¬ę mit der Figur des jesuitischen Kommunisten Naphta bereits artikuliert sind.
 
Neues Aufleben der Nationalstaaten
 
Nun schien vor wenigen Jahren das katastrophale 20. Jahrhundert, kurz vor der Zeitenwende in ein neues Jahrtausend, vers√∂hnlich zu enden: mit der Zeit der Wende von 1989 bis 1991 sowie mit dem Zusammenbruch der kommunistischen Diktatur und des sowjetischen Imperiums. Bis in die Popmusik hinein war der ¬Ľwind of change¬ę zu sp√ľren. Doch die Ern√ľchterung folgte rasch. In vielen Regionen der Welt f√ľhrten Kriege zu l√§ngst √ľberwunden geglaubten Unmenschlichkeiten wie im zerbrechenden Jugoslawien. Werden die Gr√ľnde f√ľr diesen Zerfall unter die Lupe genommen, wird deutlich, wie hier noch die Konstellation der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg wirksam ist. Diesem Krieg gingen zwei Balkankriege und die Sch√ľsse auf den √∂sterreichischen Thronfolger in Sarajewo voraus. Auch deswegen ist der Jugoslawien-Konflikt bereits als dritter Balkankrieg bezeichnet worden, und die Gefahr eines vierten, noch brisanteren Krieges ist keineswegs gebannt.
 
Die ¬ĽWiedergeburt des Nationalismus¬ę, die f√ľr unsere postkommunistische √Ąra diagnostiziert wurde und die sich keineswegs nur auf Europa erstreckt, scheint Zust√§nde und Entwicklungen zu forcieren, die die Welt schon einmal in die Katastrophe gef√ľhrt haben. Dies ist umso bedenklicher, als der Nationalstaat mit den Interessen, die er verfolgt und den Emotionen, die er mobilisiert, nach wie vor ein wesentliches Element der Identifizierung gro√üer sozialer Gruppen darstellt. Er ist Konstituens der Identit√§t moderner Massengesellschaften, zugleich auch ein Raum f√ľr politische Partizipation und die Souver√§nit√§t des Volkes, in dem Unterschiede von Rasse, Konfession, Geschlecht und Stand aufgehoben sind. M√ľssen wir uns im ersten Jahrhundert des neuen Jahrtausends darauf einrichten, das letzte Jahrhundert des alten Jahrtausends gleichsam zu wiederholen? Wir sollten uns dar√ľber im Klaren sein, dass es vor solch einer Entwicklung keinen Schutz gibt.
 
Neue und alte Identifikationsmuster
 
Nun bestehen auf einer die Nationalstaaten √ľbergreifenden Ebene, in globalem Ma√üstab, noch andere Identifizierungsangebote und Identit√§tsmuster. Auch sie sind alles andere als neu und sie √§hneln ziemlich genau denen, die Thomas Manns Settembrini formuliert hat. Vor drei Jahren hat Samuel P. Huntington, als Professor f√ľr Politikwissenschaft in Harvard fast so etwas wie ein modernes Orakel, unter dem Titel ¬ĽKampf der Kulturen¬ę, ein viel beachtetes Buch publiziert, das f√ľr ¬Ľdie Neugestaltung der Weltpolitik im 21. Jahrhundert¬ę ein so eindeutiges wie problematisches Szenario entwirft: Anstelle des ideologischen West-Ost-Gegensatzes tritt gleichsam ein neuer Dualismus. Der liberal-demokratische, progressiv-pluralistische Westen hat es jetzt mit einem Osten aufzunehmen, der nicht nur an seiner islamisch-fundamentalistischen Variante erkennbar ist, sondern auch an seiner konfuzianisch-fern√∂stlichen Version bei den ¬Ľjungen Tigern¬ę. Zwar haben Huntingtons Thesen vielfach Widerspruch gefunden. Aber die popul√§re Rezeption des Buches spricht B√§nde. So wird die Frage gestellt: ¬ĽWerden die Grenzen zwischen den Kulturen die Fronten der Zukunft sein?¬ę
 
Beide Perspektiven, das Wiederaufleben des alten Nationalismus und die Neuformierung des noch viel älteren West-Ost-Gegensatzes, sind wenig angenehme Aussichten auf die neue Zeit. Sie sind vor allem deshalb so bedenklich, ja gefährlich, weil hinter ihnen sehr elementare Prozesse der Selbstfindung und Identitätsbildung stehen.
 
 Wie Identitätsbildung abläuft
 
Es ist eine grundlegende psychologische Erkenntnis, dass jedes Individuum ein Gegen√ľber braucht, um Identit√§t zu gewinnen. Wir Menschen sind angewiesen sowohl auf R√ľckmeldung wie auf ein gewisses Ma√ü an Abnabelung, auch und gerade im engsten Umfeld, um zu uns selbst zu finden. Identifizierung und Selbstvergewisserung sind an die psychologischen Prozesse von R√ľckmeldung und Abgrenzung gebunden.
 
Das Ich entsteht durch den Anderen
 
Dieser Satz von Selbstdefinition und Opposition l√§sst sich ohne weiteres auch auf die Identit√§t von Gruppen jedweder Gr√∂√üe √ľbertragen. Auch dies lehrt schon unsere allt√§gliche Erfahrung. Es sind gerade exklusive Oppositionen und Gegen√ľberstellungen, die offensichtlich im Prozess des ¬Ľnationbuilding¬ę und der kulturellen Identifizierung im globalen Ma√üstab besonders wirksam sind.
 
Unter dem Titel ¬ĽVaterland der Feinde¬ę publizierte Michael Jeismann ein Buch √ľber die Formierung der franz√∂sischen und deutschen Nation, und Huntingtons plastischer Titel spricht f√ľr sich. Auf den ersten Blick scheinen also die prognostizierten Entwicklungen auf nationaler wie globaler Ebene unvermeidlich zu sein. F√ľr die d√ľsteren Perspektiven lassen sich, so scheint es, durchaus fundierte Beweise finden.
 
Eine n√§here Untersuchung zeigt allerdings ein durchaus anderes und vielf√§ltigeres Bild. Solche Studien k√∂nnen sich auf neue Konzepte und √úberlegungen in den Geistes- und Sozialwissenschaften st√ľtzen. Unter einer bewusst kulturwissenschaftlichen Perspektive widmen sich diese verst√§rkt den unterschiedlichen Verflechtungen und Verkn√ľpfungen zwischen politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Strukturen und Systemen auf der einen sowie den Vorstellungswelten, Mentalit√§ten und geistig-k√ľnstlerischen Deutungen der in diesem Rahmen lebenden und handelnden Menschen auf der anderen Seite. Charakteristisch f√ľr diesen Zugang ist die enge f√§cher√ľbergreifende Zusammenarbeit in gr√∂√üeren Forschergruppen. Sie widmen sich intensiv den angesprochenen Formen und Prozessen von Identifizierung und Abgrenzung im Spannungsfeld von Identit√§ten und Alterit√§ten, wobei der etwas fremd klingende Begriff der Alterit√§t ‚ÄĒ als ¬Ľalterit√©¬ę vor allem in der zeitgen√∂ssischen franz√∂sischen Philosophie diskutiert ‚ÄĒ f√ľr die Rolle und Funktion des/der jeweils Anderen (lateinisch: alter) bei der Ausgestaltung von Identit√§t steht. Dabei geht es um den Einzelnen und die Gruppe, um Individuen und Gesellschaften. So haben beispielsweise die Psychologie, die philosophische Ph√§nomenologie und die moderne Verhaltensbiologie im Hinblick auf die Entwicklung personaler Identit√§t zu vergleichbaren Ergebnissen gef√ľhrt.
 
Der Vorgang der Identitätsbildung
 
Eine Vorstellung von sich selbst zu haben, setzt voraus, den Anderen wahrzunehmen. In diesem mentalen Prozess kann nun nicht nur das Verhalten des Anderen eingeordnet werden, sondern man selbst kann sich von ihm distanzieren, um damit √ľber sich nachzudenken. Dieses Muster gilt auch f√ľr die individuelle Sprachentwicklung und ist so ein wesentliches Element menschlicher Existenz.
 
Wie aber ist das Individuum in die Gesellschaft eingebunden und wie erwirbt es gesellschaftliche Identit√§t? Angesichts der Bedeutung des jeweils Anderen gilt es, zu untersuchen, welche Funktion dieses Andere, genauer gesagt: der Umgang mit ihm, f√ľr die Herausbildung kollektiver Identit√§ten hat. Solche kollektiven Identit√§ten k√∂nnen Gruppen, gr√∂√üere Einheiten, Verb√§nde, Regionen, Nationen oder √ľbergreifende Zusammenschl√ľsse sein, die ihre Merkmale auch dann behalten, wenn ihre Mitglieder wechseln.
 
Insbesondere stellt sich die Frage, ob die identit√§tsstiftende Abgrenzung vom Anderen mehr oder weniger zwangsl√§ufig zu einer bin√§ren Opposition, zum Entweder-Oder und damit letztendlich zu Feindschaft und Krieg f√ľhrt. Auf der individuellen Ebene scheint dies nicht der Fall zu sein, wie bereits die Alltagserfahrung zeigt: Die Prozesse der Abgrenzung und Abnabelung von Mutter und Vater in der Kindheit und Adoleszenz m√∂gen im Einzelnen schmerzhaft und konfliktreich sein, sie m√ľssen aber nicht zum Zerbrechen der famili√§ren Bindungen f√ľhren. Allerdings ist der Vorgang der kollektiven Identit√§tsbildung naturgem√§√ü wesentlich komplexer. Grunds√§tzlich ist jede kollektive Identit√§t nicht eine eo ipso vorhandene Gr√∂√üe, die objektiv oder geradezu physisch gegeben ist. Vielmehr ist sie ein Konstrukt, ein Produkt kultureller Prozesse, von Identifizierung und Abgrenzung, und sie ist damit vom Menschen gemacht. Diese Prozesse sind aber keineswegs so einfach, dass von der ¬ĽErfindung der Nation¬ę gesprochen werden kann.
 
Auch wenn es interessante Beispiele daf√ľr gibt, dass Nationen gleichsam auf Beschluss oder per Dekret eingerichtet wurden, laufen solche Vorg√§nge nicht in einem Raum freier Verf√ľgbarkeit ab. Politische oder intellektuelle Intention oder Propaganda allein reichen dazu nicht aus, so wichtig sie auch sind. Sie m√ľssen den Betroffenen plausibel sein, sie m√ľssen an etwas ankn√ľpfen, das f√ľr den Einzelnen und f√ľr Gruppen erfahrbar und nachvollziehbar ist.
 
Die Wahrnehmung des Anderen bewerten
 
Am Anfang jeder kollektiven Identit√§tsbildung steht die Wahrnehmung von Differenzen. Das Andere oder die Anderen m√ľssen erst einmal als anders wahrgenommen werden. Das setzt an ganz elementaren Beobachtungen an: Jemand hat eine andere Hautfarbe oder ein anderes Geschlecht. Die Anderen sprechen ein f√ľr mich unverst√§ndliches Idiom. Sie sind anders gekleidet und geschm√ľckt, sie feiern und tanzen anders. Bei genauerem Hinsehen lassen sich weitere Unterschiede in Religion, Brauchtum, Sitte, Wertvorstellungen und Mentalit√§ten feststellen. Entscheidend f√ľr die Formierung einer kollektiven Identit√§t ist, wie die jeweiligen Gruppen mit diesen Wahrnehmungen umgehen. In der Regel bewerten sie diese, und dabei gibt es eine breite Palette von M√∂glichkeiten. Sie reicht von schrankenloser Bewunderung bis zu radikaler Ablehnung: Die Anderen k√∂nnen faszinierend oder absto√üend sein. Werden sie bewundert, ahmt man sie nach, und das kann zu dem Wunsch f√ľhren, einer von ihnen zu sein und sich mit ihnen zu identifizieren. Werden sie abgelehnt, werden gerade die Unterschiede betont. Jedenfalls liegt in solchen Bewertungen, Einsch√§tzungen und Klassifizierungen die entscheidende Voraussetzung f√ľr die Herausbildung von Gruppen. Der Mechanismus hei√üt: sich auf die Anderen beziehen und sich von ihnen absetzen. Bei diesem Vorgang des Absetzens werden den Anderen jeweils unterschiedliche Eigenschaften, Vorstellungen, Verhaltensweisen zugeschrieben, wobei die zu beobachtenden Unterschiede durchaus vertieft oder √ľberh√∂ht werden. Zus√§tzlich k√∂nnen sich auch Fremdzuschreibungen auf solche entstehenden Selbstbilder auswirken. Dabei kann andererseits das Bild des Anderen sogar als Gegenbild des Selbst konstruiert sein, als Projektion eigener ‚ÄĒ unterdr√ľckter ‚ÄĒ W√ľnsche, wie etwa das des Wilden als Opposition des Zivilisierten seit Jean-Jacques Rousseau.
 
Die Andersartigkeit des Anderen
 
Entscheidend f√ľr das Ph√§nomen der kollektiven Identifizierung ist, dass diese Wahrnehmungen, Bewertungen und Zuschreibungen nicht mehr bewusst vollzogen, sondern im Zuge von Sozialisationsprozessen nachvollzogen werden, zumal wenn die Kenntnis der Anderen indirekt vermittelt wird. Damit wird die Wahrnehmung von vornherein selektiv gesteuert: Man sieht nur, was man wei√ü. In der Regel wird auf diese Weise ein fertiges Set von Vorstellungen √ľbernommen, die Andersartigkeit der Anderen erscheint ‚ÄĒ wie auch immer sie zustande gekommen ist ‚ÄĒ als feste Gr√∂√üe, sie ist, so die Soziologen Peter Berger und Thomas Luckmann, ¬Ľverdinglicht¬ę. Das Ergebnis kultureller Setzungen wird durch diesen Vorgang zu einem objektiven und unumg√§nglichen Tatbestand, der als solcher normalerweise als Resultat nat√ľrlicher oder naturgegebener Unterschiede verstanden wird. Reiches ethnologisches und historisches Material zeigt eine weitgehende √úbereinstimmung darin, dass sich soziale Gruppen im Hinblick auf ihre Identit√§t als Abstammungsgemeinschaften verstehen. Die ihnen Angeh√∂renden sind verwandt, sie f√ľhren sich auf dieselben Vorfahren zur√ľck und betrachten sich gleichsam als Br√ľder und Schwestern. Der Begriff ¬ĽStamm¬ę bringt dies zum Ausdruck. Die Gemeinschaft ist eingewurzelt.
 
Elemente der Identitätsbildung
 
Die Prozesse der Identifikation sind in Geschichte und Gegenwart √§u√üerst wirksam. Nicht nur die Glaubenskriege und Kreuzz√ľge des Mittelalters, die konfessionellen K√§mpfe der Fr√ľhen Neuzeit, sondern auch die Volkskriege seit der Franz√∂sischen Revolution mit ihrer Sakralisierung der Nation, gipfelnd in den beiden Weltkriegen des 20. Jahrhunderts, legen Zeugnis daf√ľr ab. Milliarden Menschen waren und sind offensichtlich bereit, f√ľr gro√üe Einheiten wie eine Nation, die ihren Lebenshorizont weit √ľberschreiten, ihr Leben zu lassen.
 
Identifikationen sind nicht nur Geschichte
 
Solche Vorstellungen, die eine kriegerische Auseinandersetzung erm√∂glichten, sind aber keineswegs ¬ĽGeschichte¬ę. Man denke zum Beispiel nur an die St√§mme in der Weimarer Reichsverfassung, aber zugleich auch an die Revitalisierung von Stammeskonzepten in vielen Regionen Europas. Oder an das ¬Ľius sanguinis¬ę, die Staatsb√ľrgerschaft aufgrund der Abstammung, in der Debatte √ľber die Staatsangeh√∂rigkeit, der wir in Deutschland gerade am √úbergang zum 21. Jahrhundert ausgesetzt sind.
 
Diese Beispiele mögen illustrieren, auf welchen Wegen die erwähnten großen Kollektive zu engen Gemeinschaften wurden, an denen Herz und Seele hing, und die Normen und Werte setzten. Anders gesagt, der Konstruktcharakter der Identität in Relation zur Alterität wird hierin besonders deutlich. Um Identität auf diesen Ebenen zu stiften (und dabei das Konstruieren nicht zu zeigen), sind erhebliche Anstrengungen nötig. Es sind langwierige Prozesse, die sich in bestimmten Konstellationen allerdings radikal beschleunigen und intensivieren können.
 
Wie wichtig gerade angesichts der Tatsache, dass sich die Angeh√∂rigen so gro√üer Verb√§nde gar nicht kennen und zu den Anderen oft noch weniger Zugang haben, die Imagination von Gemeinschaft ist, hat beispielsweise der amerikanische Orientalist Benedict Anderson mit seinem Buch ¬ĽDie Erfindung der Nation¬ę deutlich gemacht. Die mittels Imagination ausgestalteten Bilder k√∂nnen ein Eigenleben entfalten. Dabei wirken die Diskurse und Lehrmeinungen von K√ľnstlern, Intellektuellen und Gelehrten sowie politische Ma√ünahmen immer st√§rker werdender Staaten eng zusammen. Nationale Institutionen, Schulen und Universit√§ten, Kulturinstitute, Museen und Bibliotheken, sind an der Entstehung dieser Imaginationen ebenso beteiligt wie bestimmte Symbole, Denkm√§ler, Hymnen oder Flaggen. Weiter transportieren heute die Massenmedien entsprechende Vorstellungen, und Nationalsprachen werden durch ein staatliches Erziehungssystem durchgesetzt, wobei Dialekte teils eingegliedert, teils ausgegrenzt werden. Gerade die Sprache wurde in der Formierungsphase der Nationen, in der Romantik, als Ausdruck von Identit√§t und Verwandtschaft verstanden. Volkst√ľmliche √úberlieferungen wurden gesammelt und (nach) gedichtet. Nationale Referenzen setzten sich in Kunst und Literatur durch.
 
Und nicht zuletzt war und ist es die Geschichte, in der sich der Diskurs von N√§he und Verwandtschaft ausdr√ľckt und die deutlich macht, dass auch die gro√üe und schier un√ľbersehbare Gesellschaft eine, wie Max Weber sie bezeichnete, ¬ĽSchicksalsgemeinschaft¬ę ist. Denn gerade die Vergangenheit, die Traditionen und Urspr√ľnge, sind f√ľr die Identit√§t solcher Gro√ügruppen ebenso wichtig wie die pers√∂nliche Biographie und Lebenserfahrung f√ľr das Individuum und sein Selbstverst√§ndnis. Dies ist eine Geschichte im Selbstverst√§ndnis eines solchen Gro√üverbandes, die f√ľr das Verhalten der ihm Angeh√∂renden handlungsleitend und normsetzend ist. Zu ihr haben auch Fachhistoriker viele Beitr√§ge geleistet, auf gelegentlich recht unr√ľhmliche Weise. Letztlich gerinnt n√§mlich die so betriebene Geschichte genau zu dem, was sie als Wissenschaft ja gerade abbauen und kritisch hinterfragen sollte, zum Mythos. Der britische Historiker Eric Hobsbawm spricht dabei sogar ‚ÄĒ mit Blick auf viele einleuchtende Beispiele ‚ÄĒ von der ¬Ľinvention of tradition¬ę.
 
Elemente der Identitätsbildung bei Kulturen
 
Viele Figuren der europ√§ischen Identifizierung haben sich √ľber Jahrtausende hinweg bis in unsere Zeit entwickelt und damit gehalten, so der Sieg der alten Griechen √ľber die Perser. Damit aber ist auch die europ√§isch-abendl√§ndische Identit√§t auf der Polarit√§t von Okzident und Orient gegr√ľndet, ein Dualismus wie er in den einleitenden Worten der Romanfigur Settembrini zum Ausdruck kommt. Der Preis, den solche Identit√§tsbildung kostet, ist die Ausblendung und Ausgrenzung anderer Traditionsstr√§nge. Am Beispiel des Iran kann gezeigt werden, wie sich Eingliederung und Ausgrenzung in geschichtlichen Zusammenh√§ngen vollziehen.
 
Der Ost-West-Gegensatz: ein Beispiel
 
Auch auf der Ebene des einleitend angesprochenen und f√ľr das neue Jahrtausend prognostizierten Ost-West-Gegensatzes gilt das komplexe Zusammenspiel von k√ľnstlerisch-intellektuellen Diskursen und Ideen einerseits und politischen Eingriffen und Prozessen gesellschaftlicher Formierung andererseits. Dies sei etwas eingehender an einem Beispiel erl√§utert, das gerade im Blick auf den in diesem Kontext h√§ufig angesprochenen islamischen Fundamentalismus der iranischen Mullahs instruktiv ist. Ihren schier unglaublichen Erfolg gegen das persische Weltreich, in den Schlachten von Marathon und Salamis, haben die Griechen sehr fr√ľh als Sieg in einem s√§kularen Konflikt zwischen Hellenen und Barbaren gedeutet. Dabei ging es durchaus nicht nur um eine politisch-milit√§rische, sondern auch eine kulturell-normative Auseinandersetzung, einen Kampf zwischen Ordnung und Chaos, Ma√ü und Hybris, Freiheit und Despotie, Europa und Asien. Die Griechen haben damit eine Erinnerungsfigur geschaffen, die sich immer wieder instrumentalisieren lie√ü.
 
Der Athener Xenophon, ein guter Kenner der persischen Welt, hat mit einem seiner Werke dem Begr√ľnder des persischen Reiches, Kyros, ein literarisches Denkmal gesetzt, das diesen als idealen Herrscher und vorbildlichen Edelmann pr√§sentierte. Der R√ľckbezug der Humanisten auf die Antike kn√ľpfte gerade hier an und war deshalb von einem sehr positiven Iranbild gepr√§gt, was noch durch die Rolle desselben Herrschers im Alten Testament im Zusammenhang mit der R√ľckkehr der Juden aus der babylonischen Gefangenschaft wesentlich gef√∂rdert wurde.
 
Allm√§hlich aber gewann der klassische Gegensatz an Gewicht. Bei Montesquieu l√§sst sich das gut beobachten: In den ¬ĽPersischen Briefen¬ę begegnen dem Leser persische Aristokraten, die auch im europ√§ischen Kontext eine gute Figur machen. Im ¬ĽGeist der Gesetze¬ę dagegen ist der persische Gro√ük√∂nig neben dem Kaiser von China, dem Mongolenkhan, dem indischen Gro√ümogul und dem osmanischen Sultan ein Musterexemplar f√ľr orientalischen Despotismus.
 
Gerade in Abgrenzung von diesem wird bei Montesquieu eine gesetzlich-gerechte Ordnung der westlichen Staaten diskutiert. So erf√ľllt der Alterit√§tsdiskurs seinen Zweck und entfaltete seit dem Ende des 18. Jahrhunderts eine ungeheure Wirkung. Der US-amerikanische Literaturwissenschaftler Edward Said hat dies unter dem Titel ¬ĽOrientalismus¬ę eingehend und eing√§ngig analysiert und damit eine breite Debatte er√∂ffnet.
 
In diesem Zusammenhang fanden auch die Erfolge der alten Griechen und deren Selbstdeutung Platz: Das klassizistisch-neohuma- nistische, das moderne und liberale Europa sah sich in der Nachfolge der Griechen, ja es identifizierte sich mit ihnen. Nach Hegel waren die griechischen Siege ¬Ľwelthistorische Siege: Sie haben die Bildung und die geistige Macht gerettet und dem asiatischen Prinzip alle Kraft entzogen¬ę. F√ľr John Stuart Mill war die Schlacht von Marathon ¬Ľauch als Ereignis der englischen Geschichte wichtiger als die Schlacht von Hastings¬ę. Diese Figur der Identifizierung zieht sich durch wissenschaftliche wie vortheoretische Konzepte hindurch und bis in neueste Publikationen hinein.
 
Der Marathonlauf ist nur eine besonders aparte Variante eines derartigen R√ľckbezugs. Damit aber ist auch die europ√§isch-abendl√§ndische Identit√§t auf einen spezifischen Alterit√§tsdiskurs, ¬Ľdie Polarit√§t von Okzident und Orient¬ę (Karl Jaspers) gegr√ľndet, wie er in den einleitenden Worten der Romanfigur Settembrini zum Ausdruck kommt ‚ÄĒ um den Preis der Ausblendung und Ausgrenzung anderer Traditionsstr√§nge. Huntington forciert dies mit seiner ‚ÄĒ in diesem Sinn vorgepr√§gten ‚ÄĒ Wahrnehmung der heutigen Weltlage.
 
Das ganz Andere wird wieder nah
 
Genau zu jener Zeit, als der l√§ngst islamisch gewordene Iran der Welt des ganz Anderen und schlechthin Fremden zugerechnet wurde, r√ľckte er aber zugleich in die N√§he des Westens. Die gro√üen sprachhistorischen Entzifferungen des Mittelpersischen und des Sanskrit zu Ende des 18. und zu Beginn des 19. Jahrhunderts zeigten pl√∂tzlich massive strukturelle √Ąhnlichkeiten zwischen den europ√§ischen Sprachen und dem Iranisch-Indischen, die seitdem als indo-europ√§ische oder indogermanische Sprachen zusammengefasst werden. Damit aber war, ganz nach den Vorstellungen der damaligen Zeit, Verwandtschaft zwischen den Sprachen, also den V√∂lkern nachgewiesen. Schon fr√ľh deutete Herder die Konsequenzen an: ¬ĽHat Xenophon von den Sitten der alten Perser, unter denen Cyrus erzogen ward, wahr geredet, so mag der Deutsche sich freuen, dass er mit diesem Volk wahrscheinlich eines verwandten Stammes ist.¬ę Und indem die antike Bezeichnung der Iraner, n√§mlich Arier, zum Sammelbegriff f√ľr die ostindogermanischen Sprachen und St√§mme ‚ÄĒ und damit zugleich √§ltesten V√∂lker dieser Gruppe ‚ÄĒ gemacht wurde, konnten sich auch die Germanen in Arier verwandeln. So hielt Friedrich von Schlegel schon 1819 fest: ¬ĽEs (wird) nicht befremdend sein, wenn ich hinzuf√ľge, dass es f√ľr mich schon seit l√§ngerer Zeit zur historischen Vermutung geworden ist, f√ľr die ich vielf√§ltige Best√§tigung gefunden habe, unsre germanischen Vorfahren, w√§hrend sie noch in Asien waren, dort vorz√ľglich unter dem Namen der Arier. .. zu suchen.¬ę
 
Auf diese Weise trat neben die Rede von der Alterit√§t ein Diskurs der N√§he und Verwandtschaft, der Identit√§t. Dieser wurde sogar, durch den modernen Rassismus, die radikalste Variante einer biologischen Verfestigung von Identit√§tskonstruktionen, besonders ausgestaltet, bis hin zum Ariertum w√§hrend des Nationalsozialismus, wo er die Grundlage f√ľr den Genozid wurde. Die Widerspr√ľche zwischen der Alterit√§tsfigur des Orientalismus und diesem makabren Identit√§tsdiskurs wurden in Bezug auf die Iraner beziehungsweise die Perser mit kleinen intellektuellen Klimmz√ľgen beseitigt, etwa dergestalt, dass die aus dem Norden kommenden Arier allm√§hlich durch negative Einfl√ľsse ihres orientalischen Milieus, insbesondere durch Vermischung der Rassen, ihre urspr√ľngliche Kraft verloren h√§tten. Die Perserk√∂nige degenerierten auf diese Weise zu verweichlichten Sultansnaturen.
 
Nach dem Zweiten Weltkrieg erhielt der Diskurs der Identit√§t zwischen Okzident und Iran eine neue Variante, und zwar im Zusammenhang mit der Errichtung der Herrschaft von Schah Reza Pahlewi. Um sich zu legitimieren, kn√ľpfte der Schah dezidiert an die alten Gro√ük√∂nige an. Zugleich machte er seinen Staat zu einem Bollwerk des Westens in einem f√ľr diesen nunmehr schwer kontrollierbaren Umfeld. Modernisierung und technischer Fortschritt gingen gemeinsam mit dem Ausbau eines rigiden, r√ľckw√§rts gewandten Herrschaftssystems Hand in Hand. Beides kam ‚ÄĒ nur scheinbar paradox ‚ÄĒ aus dem Westen: das Know-how von Ingenieuren und die positiv bewertete altpersische Tradition von Iranisten. Der Schah war damit f√ľr zahlreiche Deutsche ¬Ľeiner von uns¬ę geworden. Viele werden sich noch gut erinnern, dass er sogar Z√ľge eines deutschen Ersatzkaisers angenommen hatte, wenigstens erweckte die Regenbogenpresse damals solche Eindr√ľcke.
 
Im Zusammenhang seiner autorit√§ren Verwestlichung von oben schaffte der Schah die islamische Zeitrechnung ab, und 1971 feierte mit gro√üem Pomp, wie es in einer Gru√üadresse des damaligen deutschen Botschafters in Teheran hie√ü, ¬Ľdas iranische Volk die Gr√ľndung des Persischen Kaiserreichs vor 2500 Jahren durch Cyrus den Gro√üen¬ę. Nach all dem war es dann nur zu konsequent, dass der lang ersehnte Sohn und Erbe des Schahs diesen Namen trug.
 
Das Andere wird auch wieder fremd
 
Nicht einmal acht Jahre sp√§ter, am 16. Januar 1979, verlie√ü der Schah Persien, vierzehn Tage sp√§ter kehrte der Ayatollah Khomeini aus seinem Exil zur√ľck, am 1. April 1979 wurde die ¬ĽIslamische Republik Iran¬ę proklamiert. Bis heute gilt sie als Muster- und Schreckbild des islamischen Fundamentalismus: F√∂rderer des Terrorismus, Vorposten im Kampf gegen Gleichberechtigung, K√§mpfer gegen die Freiheit der Kunst ‚ÄĒ kurzum ein ideales Gegenbild. Der uralte Diskurs der Alterit√§t hatte auf der ganzen Linie gesiegt. Hier soll nichts besch√∂nigt oder √ľbersehen werden, dass auch und gerade das iranisch-islamische System an dieser Gegensatzfigur aus seiner Sicht wesentlich mitgearbeitet hat. Doch ist dabei auch in der Optik des Westens vieles in Vergessenheit geraten, und zwar nicht nur die Voraussetzungen der islamischen Revolution, sondern die ganze Geschichte des islamischen Iran.
 
Prof. Dr. Hans-Joachim Gehrke
 
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Anderson, Benedict: Die Erfindung der Nation. Zur Karriere eines folgenreichen Konzepts. Aus dem Englischen. Taschenbuchausgabe Berlin 1998.
 Berger, Peter L./Luckmann, Thomas: Die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit. Eine Theorie der Wissenssoziologie. Aus dem Amerikanischen. Taschenbuchausgabe Frankfurt am Main 1998.
 Derrida, Jacques: Die Schrift und die Differenz. Aus dem Französischen. Taschenbuchausgabe Frankfurt am Main 71997.
¬†Hobsbawm, Eric J.: Nationen und Nationalismus. Mythos und Realit√§t seit 1780. Aus dem Englischen. Taschenbuchausgabe M√ľnchen 21998.
 
Identitäten, herausgegeben von Aleida Assmann und Heidrun Friese. Frankfurt am Main 1998.
 Lévinas, Emmanuel: Die Zeit und der Andere. Aus dem Französischen. Hamburg 31995.
¬†M√ľller, Klaus E.: Das magische Universum der Identit√§t. Elementarformen sozialen Verhaltens. Ein ethnologischer Grundri√ü. Frankfurt am Main u. a. 1987.
 Oberndörfer, Dieter: Die offene Republik. Zur Zukunft Deutschlands und Europas. Freiburg im Breisgau u. a. 1991.
¬†Sloterdijk, Peter: Kopernikanische Mobilmachung und ptolem√§ische Abr√ľstung. √Ąsthetischer Versuch. Frankfurt am Main 31994.
 Waldenfels, Bernhard: Der Stachel des Fremden. Frankfurt am Main 21991.
 Waldenfels, Bernhard: Studien zur Phänomenologie des Fremden, Band 1: Topographie des Fremden. Frankfurt am Main 1997.

Universal-Lexikon. 2012.

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  • Krieg: Eine besondere Konfliktform ‚ÄĒ ¬† Konflikt ist also nicht gleichbedeutend mit Gewalt und Krieg, vielmehr muss der Krieg als eine Sonderform des gewaltf√∂rmigen Konfliktaustrags angesehen werden; er l√§sst sich als bewaffneter Gro√ükonflikt beschreiben. Dabei kann man deutliche… ‚Ķ   Universal-Lexikon

  • Ethnologie ‚ÄĒ (gr. ŠľĒőłőĹőŅŌā ethnos ‚ÄěVolk‚Äú, ‚ÄěStamm‚Äú und logie) oder V√∂lkerkunde ist eine Kultur und Sozialwissenschaft, die seit Ende des 19. Jahrhunderts (zun√§chst in Deutschland, dann in Gro√übritannien, und schlie√ülich in den USA) als eigenst√§ndiges Fach an… ‚Ķ   Deutsch Wikipedia


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